Allgaeu News

Hütte bei Oberbeuren brennt komplett nieder - Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Bildergalerie - Bei Oberbeuren ist am Dienstag eine Hütte vollständig abgebrannt. Durch das beherzte eingreifen der Feuerwehren Oberbeuren und Kaufbeuren konnte das übergreifen auf angrenzende Gebäude verhindert werden.  https://www.youtube.com/watch?v=4RY2NpVICRQ

Übergreifen auf andere Gebäude verhindert 

Am frühen Nachmittag ging bei der Integrierten Leitstelle Allgäu die Mitteilung über eine brennende Hütte bei Kaufbeuren ein. Schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung erkennbar. Nach kurzer Zeit stand die Hütte im Vollbrand. Mit Atemschutzmasken begannen die Feuerwehren Oberbeuren und Kaufbeuren sofort mit den Löscharbeiten und hielten das Feuer von angrenzenden Gebäuden fern. Die Hütte selbst konnte nicht mehr gerettet werden und brannte komplett nieder.

Hoher Sachschaden 

Laut Angaben der Polizei wird der Sachschaden auf etwa 60.000 bis 70.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Die Erstermittlungen vor Ort wurden durch die Polizeiinspektion Kaufbeuren und den Kriminaldauerdienst Memmingen geführt. Die weiteren Ermittlungen werden durch das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Kaufbeuren übernommen.

Traumhaus entpuppt sich als Fake - Frau aus Pfronten erstattet Anzeige

Betrugsmasche mit Reihenhaus - Am Montag hat eine Frau bei der Polizei Pfronten Anzeige erstattet. Sie ist offenbar Opfer eines Online-Betruges mit einem Reihenhaus geworden. 

Haus zum Schnäppchenpreis

Die Frau hatte im Internet auf einem Immobilien-Portal ein günstig angebotenes Reihenhaus für 250.000 Euro in Pfronten gefunden. Sie nahm per E-Mail Kontakt mit dem Verkäufer auf, der sich angeblich im Ausland aufhielt und nur in Englisch antwortete. Er hatte der Frau bestätigt, dass das Haus noch zu kaufen wäre. Zuvor hatte er von der Frau Ausweiskopien von sich und ihrer Familie verlangt, die sie ihm zuschicken sollte. Die Frau ging darauf ein und übersendete die Ausweiskopien dem Täter. Danach hatte die Frau aber Bedenken und brach den weiteren Kontakt zu dem Verkäufer ab. Zu Geldforderung kam es bislang nicht mehr.

Die Polizei warnt

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte wurde das angebliche Haus in Pfronten nicht zum Verkauf angeboten. Die Polizei rät dazu, vorsichtig mit der Übersendung von Ausweisdaten an unbekannte Personen zu sein. Die Täter könnten diese Daten missbräuchlich im Internet benutzen. Die weiteren Ermittlungen zum Betrugsfall hat die Polizeistation Pfronten übernommen.

Bundespolizei erwischt 8 Migranten bei illegaler Einreise am Grenztunnel Füssen

Zwei Schleuser-Gruppen gestoppt - Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei auf der A7 am Grenztunnel Füssen mutmaßliche Schleuser aus Albanien und Syrien gestoppt. Zunächst hatte ein in Deutschland wohnhafter Syrer versucht, vier Verwandte unerlaubt ins Land zu bringen. Danach wollten drei Albaner illegal in Deutschland einreisen. 

Einreise mit neuen Pässen

Kemptener Bundespolizisten kontrollierten am Sonntagnachmittag die drei albanischen Insassen eines in Deutschland zugelassenen Fahrzeugs. Die 21, 28 und 29 Jahre alten Männer wiesen sich jeweils mit ihren erst kürzlich ausgestellten albanischen Reisepässen aus. Mit diesen am Vortag abgestempelten Pässen, hätten sich die Albaner bis zu drei Monaten ohne Visum im Schengenraum aufhalten können.

Seit 4 Jahren illegal im Land

Die Beamten fanden jedoch heraus, dass dieselbe Fahrzeugbesatzung bereits am 04. September von der Pfrontener Grenzpolizei kontrolliert worden war. Damals hatten die Südosteuropäer ältere, aber noch lange gültige Reisepässe vorgezeigt. Aus den Einreisestempeln in diesen Dokumenten war hervorgegangen, dass die Männer ihre visafreie Kurzaufenthaltsdauer weit überschritten hatten und sich bereits bis zu vier Jahre unerlaubt im Schengengebiet aufgehalten hatten. Gegenüber den Bundespolizisten behaupteten die Albaner nun, die alten Reisepässe verloren zu haben.

Zurück nach Österreich geschickt

Die Beamten zeigten alle drei Fahrzeuginsassen wegen des Verdachtes der versuchten unerlaubten Einreise an. Der 28-jährige Fahrer, der eine Sicherheitsleistung von 400 Euro hinterlegen musste, wird sich zudem wegen versuchten Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Die beiden Insassen mussten jeweils 150 Euro Sicherheitsleistung für die Kosten der Rückführung zahlen. Die Bundespolizisten schickten die drei Beschuldigten später nach Österreich zurück.

Syrer versucht Verwandte ins Land zu schleusen

Bereits in der Nacht auf Samstag hatten Bundespolizisten ein Auto mit deutscher Zulassung gestoppt, in dem sich fünf syrische Männer im Alter zwischen 17 und 40 Jahren befanden. Der 40-jährige Fahrer, der 2014 erstmals nach Deutschland eingereist war, verfügte über deutsche Flüchtlingsdokumente und ist mit Wohnsitz im Saarland gemeldet. Die vier Mitfahrer, angebliche Verwandte des Fahrers, konnten keinerlei Papiere vorweisen.

Zwei Mitfahrer stellen Schutzersuchen

Nach Abschluss der Untersuchung ließen die Bundespolizisten den Fahrer frei. Er wird sich wegen versuchten Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Die vier Mitfahrer erhielten Anzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise. Zwei der Insassen stellten ein Schutzersuchen. Die Beamten übergaben den 17-Jährigen an das Jugendamt und leiteten den 20-Jährigen an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weiter. Die beiden angeblichen Brüder, 32 und 17 Jahre alt, mussten Deutschland verlassen, die Beamten wiesen sie nach Österreich zurück.

Tödlicher Unfall: Tourist (63) stürzt am Tegelberg Klettersteig ab

Zeugen rufen Polizei und Bergwacht - Ein 63-Jähriger Tourist ist am Montagmittag am Tegelberg Klettersteig abgestürzt. Zeugen beobachteten den Unfall und alarmierten Bergwacht und Polizei. Diese konnten aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreute seine Ehefrau, die laut Polizei mit der Bahn auf den Tegelberg gefahren war. Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei übernahm die Bergung sowie die Ermittlungen zum Unfallhergang.

EV Füssen verliert knapp in Peiting

Eishockey - Die Vorzeichen waren nicht besonders gut für das Auswärtsspiel des EV Füssen in Peiting. Am Ende stand dann auch eine knappe 1:2-Niederlage (0:1, 1:1, 0:0). Erneut konnten nur drei Blöcke gebildet werden, wobei neben den bekannten Besl, Taratukhin und Sill auch alle DNL-Spieler fehlten. Leider fiel während der Partie dann auch noch Verteidiger Maxi Dropmann verletzt aus. Lange Zeit blieben die Schwarz-Gelben auch dank eines erneut starken Benedikt Hötzingers im Tor in Nähe eines Punktgewinns, hätten eine Minute vor Ende sogar beinahe noch ausgeglichen, dennoch geht der Sieg des ECP vor allem auf Grund des ersten Drittels voll in Ordnung. Hier hatten die Füssener zwar früh im Powerplay die Chance durch Dropmann zur Führung, ein verdeckter Schuss von der blauen Linie brachte aber das überraschende 1:0 für die Hausherren durch Manuel Bartsch. War dieses Tor absolut nicht zwingend, so vergab Peiting seine hochklassigen Möglichkeiten in der Folge gleich in Serie. Dabei wurde gleich zweimal das leere Tor verfehlt, Morris traf auch noch den Pfosten. Trotzdem hatte kurz vor der Pause Marco Deubler nach einem Abpraller den Ausgleich auf dem Schläger. Im zweiten Abschnitt war der EVF wesentlich besser im Spiel und kam nun auch besser in die Zweikämpfe. In der 25. Minute lag auf beiden Seiten ein Treffer in der Luft, als zunächst Eric Nadeau einen freiliegenden Abpraller nicht verwerten konnte, im Gegenzug scheiterte Peiting am Torgestänge. Es gab ein Auf und Ab, wobei Samuel Payeur mehrmals Pech hatte mit seinen Abschlüssen, auch Vincent Wiedemann konnte seinen Alleingang nicht verwerten. Auf der anderen Seite vergab Nardo Nagtzaam die große Chance zum 2:0. Als es schon nach einem torlosen Drittel aussah, schlugen beide Teams zu. Sam Payeur konnte sich in der 39. Minute durchtanken und endlich auch Florian Hechenrieder überwinden. Die Freude über das späte 1:1 hielt aber nicht lange, denn nur 41 Sekunden später hieß es schon wieder 2:1 durch Ty Morris. In dieser Situation zeigte sich die Füssener Hintermannschaft nicht im Bilde. Somit ging es auch in den Schlussabschnitt mit einem Rückstand, wobei hier beide Mannschaften zunächst deutlich abwartender agierten. Nennenswerte Torchancen waren Mangelware, erst nach sieben Minuten drückte der ECP erstmals richtig auf den dritten Treffer. Füssen kam dann durch zwei Strafzeiten gegen das Heimteam in Überzahl, gab seiner ersten Reihe durch eine Auszeit sogar eine Verschnaufpause. Die Situation konnte aber nicht genutzt werden, vielmehr machte sich immer mehr ein Kräfteverschleiß beim EVF bemerkbar. Das Spiel am Freitag, die laut Trainer Raita durch viele Ausfälle schlechte Trainingswoche oder das Fehlen der DNL-Akteure, bei den Schwarz-Gelben war sichtlich die Luft heraus. So gab es in der Schlussphase fast nur noch Chancen für Peiting, wobei Benedikt Hötzinger wieder einmal nicht zu überwinden war. Und dann wäre beinahe doch noch der Ausgleich gefallen, als sich die Füssener eine Minute vor Ende durchkombinierten und die Riesenmöglichkeit da war. Dejan Vogl scheiterte aber frei vor Hechenrieder. Peiting erkämpft sich drei Zähler, spielerisch gab es aber schon wesentlich hochklassigere Derbys. (MiL) Tore: 1:0 (7.) Bartsch (Heger, Morris), 1:1 (39.) Payeur (Dalldush, Nadeau), 2:1 (40.) Morris (Nagtzaam, Weyrich). Strafminuten Peiting 8, Füssen 2. Zuschauer 539

Bewaffnet zur Grenzkontrolle: Polizei stellt Messer, Waffen mit Munition und Drogen sicher

Bundespolizei erwischt Autofahrer (18) - Bei einer Kontrolle am Grenztunnel Füssen hat die Bundespolizei am Samstag einen 18-Jährigen mit zwei Einhandmessern, zwei Softair-Waffen samt Zubehör sowie einem Tütchen Betäubungsmittel erwischt. Einen Waffenschein besaß der junge Mann aus Deutschland nicht.

Autofahrer trägt Einhandmesser im Hosenbund

Wie die Polizei berichtet, kontrollierten die Beamten das Auto mit vier deutschen Jugendlichen gegen 23 Uhr. Dabei fiel den Polizisten bei dem 18-jährigen Fahrer ein Einhandmesser auf, das der Mann griffbereit im Hosenbund trug. In der Mittelkonsole fanden die Beamten ein weiteres Einhandmesser. In der Ablage der Beifahrertür entdeckten die Polizisten eine Mappe mit einem Tütchen mit zwei aufgebrochenen Arzneikapseln. Ein Drogentest der Substanz schlug positiv auf Amphetamin an. In der Ablage der Fahrertür befand sich auch noch eine geladene Softair-Waffe mit einem teilweise gefüllten Magazin. Im Fußraum der Beifahrerseite lag außerdem ein verschlossener Waffenkoffer. In diesem befand sich eine weitere geladene Softair-Pistole samt Holster und ein zum Teil befülltes Magazin.

Polizisten zeigen 18-Jährigen an

Die Bundespolizisten zeigten den gebürtigen Münchener wegen Verstoßes gegen das Waffen- sowie Betäubungsmittelgesetz an und stellten die aufgefundenen Sachen, die allesamt dem 18-Jährigen gehörten, sicher. Anschließend durfte der Mann weiterfahren.

Fünfter Sieg in Folge - ESV Kaufbeuren schlägt auch Tabellennachbar aus Heilbronn

Eishockey - Nach vier Siegen in Serie und Platz Vier in der Tabelle, ging es am Sonntagabend gegen die fünftplatzierten Falken aus Heilbronn. Joker Trainer Tray Tuomie konnte, wie schon am Freitag, aus den Vollen schöpfen und mit vier vollbesetzten Angriffsreihen an den Start gehen. Im Tor stand vor 1.718 Zuschauer in erdgas schwaben arena von Beginn an Stefan Vajs, der einen erheblichen Beitrag zum Sieg gegen Freiburg geleistet hatte.

Yannik Burkhart mit Tor-Debüt 

Die Gäste kamen besser ins Spiel und zu ersten Chancen. In der zweiten Minute setzten sie Fabian Koziol früh unter Druck, wodurch dieser die Scheibe verlor und plötzlich standen gleich drei Heilbronner frei vor Stefan Vajs, der den Schuss von Judd Blackwater zum 0:1 passieren lassen musste. Die Joker schüttelten den Fehlstart aber direkt wieder ab und während sich die Falken noch freuten, zog Sören Sturm aus spitzem Winkel von der Bande aus in Richtung Tor ab, Yannik Burkhart hielt den Schläger rein und es stand 1:1 in der zweiten Spielminute. Für den jungen Stürmer war dies der erster Teffer in der DEL2. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Frust 

In der Folge beruhigte sich das Spiel zwar etwas, blieb aber auf hohem Tempo. Die Falken strahlten etwas mehr Torgefahr aus, aber auch Florian Mnich im Heilbronner Tor hatte bei Chancen von Sami Blomqvist und Fabian Voit alle Hände voll zu tun. In der neunten Minute durften die Gäste das erste Mal ihre Überzahlformation aufs Eis schicken, weil Simon Schütz auf die Strafbank geschickt wurde. Die Rotgelben spielten konzentriert in Unterzahl und überstanden diese ohne Schaden. Es blieb schnell und ausgeglichen, in der 13. Minute zeigte Stefan Vajs einen starken Save gegen den völlig freistehenden Noah Dunham und der ESVK kam kurz darauf zu seinem ersten Powerplay. Die Hausherren bauten dabei zwar mächtig Druck auf den Falken Kasten auf, belohnten sich aber nicht mit dem Führungstreffer. Dann wurde es extremst kurios. In der 18. Minute ging das Schiedsrichtergespann plötzlich vom Eis, um den Videobeweis anzufordern um eine nicht angezeigte, eventuelle Strafe nachträglich zu kontrollieren. Dies hatte zur Folge, dass Max Oswald wegen eines hohen Stocks in der 17. Minute für zwei Minute auf die Strafbank musste und die Spielzeit zurückgestellt wurde. Man sah Fragezeichen und Unverständnis im Stadion, wohin man schaute. Die Tragweite dieser äußerst seltsamen Entscheidung wurde dann durch den Überzahltreffer von Alex Lambacher, zum 1:2 für Heilbronn, nochmals deutlich vergrößert. Kurz vor der ersten Pause gab es dann noch eine weitere sehr unschöne Situation. Stefan Della Rovere checkte Jan Pavlu klar gegen den Kopf, woraufhin dieser auch vorzeitig das Eis verlassen musste, das Schiedsrichtergespann entschied nach langer Diskussion, letztendlich keine Strafe gegen Della Rovere auszusprechen. So endete das erste Drittel, bei dem die Unparteiischen leider eine deutlich zu große Rolle einnahmen, mit viel Frust für Rotgelb.

Unentschieden nach zwei Dritteln 

Auch im zweiten Drittel die Heilbronner mit dem klar besseren Start und einer hochkarätigen Chance für Simon Thiel in der 23. Minute, aber Stefan Vajs zeigte einmal mehr warum er zu den besten DEL2 Goalies gehört. Eine Strafe gegen Heilbronn kam den Jokern zu diesem Zeitpunkt sehr gelegen und das führte auch zum Ausgleich. Sören Sturm zog im Powerplay von der Blauen Linie ab und Tyler Spurgeon machte das was Tyler Spurgeon eben so macht und staubte den Abpraller zum Ausgleich in der 25. Minute ab. Nach dem Ausgleich egalisierten sich beide Teams minutenlang, wobei die Intensität aber dauerhaft auf einem hohen Level blieb. Kaufbeuren dann erneut in Überzahl, aber Heilbronn mit starkem Penalty Killing und das beflügelte die Gäste kurzeitig. In der 37. Minute setzten sie sich erst lange im Angriffsdrittel fest, dann kam die Scheibe zu Goldhelm Jeremy Williams und der ehemalige NHL Profi netzte eiskalt zur 2:3 Gästeführung ein. Wieder gaben die Joker die schnelle und exakt passende Antwort. Trainer Tray Tuomie beförderte erst den jungen Yannik Burkhart in die erste Reihe, neben Tyler Spurgeon und John Lammers und der dankte ihm das direkt mit einem Pass auf Spurgeon, der eiskalt das Spielgerät in der 37. Minute zum erneuten Ausgleich unter die Torlatte setzte. Vor der zweiten Pausensirene kam dann Joey Lewis im Slot, nach schöner Vorarbeit des ackernden Branden Gracel noch zu einer guten Chance, aber Florian Mnich hält den Puck und das Unentschieden vorerst fest.

Penaltyschießen entscheidet Partie 

Das dritte Drittel war vor allem eines, ausgeglichen. Beide Teams tasteten sich von Beginn an ab und lauerten auf Fehler. In der 44. und 47. Minuten kamen die Hausherren durch Oswald und Koziol frei zum Schuss, aber Mnich jeweils mit starken Reflexen. Dann musste Tyler Spurgeon nach einem sehr kleinlichen Pfiff für zwei Minuten in die Kühlbox und das Special Team der Joker samt Stefan Vajs, mussten hinten alles dicht machen, um nicht in Rückstand zu geraten. Dies gelang auch, aber in der Folge schwamm der ESVK und es war einmal mehr dem starken Kaufbeurer Schlussmann zu verdanken, dass kein weiterer Falken Treffer viel. Beide Mannschaften spielten absolut auf Augenhöhen und jederzeit hätte ein Treffer auf beiden Seiten fallen können, vor allem Kaufbeuren hätte bei zweimaliger Überzahl vor Spielende noch zuschlagen können, aber es blieb beim Unentschieden während der regulären Spielzeit und den Zuschauern wurde noch die Overtime gegönnt. Diese war auch weiterhin nichts für schwache Nerven, da beide Teams immer wieder durch Strafzeiten in Überzahl kamen und die Keeper die Angreifer und Fans durch starke Saves zum Wahnsinn trieben. Dieses Spiel konnte nur im Penaltyschießen entschieden werden und das wurde es durch die Treffer von Tyler Spurgeon und John Lammers, am Ende zu Gunsten der Joker. Der fünfte Sieg in Folge, richtig stark.

Trotz Führung: ECDC Memmingen verliert beim EV Füssen

Eishockey - Der ECDC Memmingen musste am Sonntagabend eine Niederlage beim EV Füssen hinnehmen. Eine 3:1 Führung wurde im letzten Drittel noch aus der Hand gegeben, sodass die Siegesserie der Maustädter zu Ende geht. Das nächste Heimspiel findet dann bereits am kommenden Sonntag statt, zu Gast ist Passau. Die Indians gingen im ersten Drittel nach nicht einmal einer gespielten Minute in Führung. Donát Péter war der Torschütze zum 1:0 Blitzstart. Doch der EVF glich in Powerplay durch Wiedemann in der 11.Minute aus. Sergei Topol, mit einem abgefälschten Schuss von Christopher Kasten stellte aber die Führung für den ECDC im Anfangsdrittel nochmals her. Mit 2:1 für die Indians ging es in die Pause. Im zweiten Drittel bauten die Rot-Weißen den Vorsprung durch Linus Svedlund in Überzahl aus (32.Minute). Trotz der 3:1 Führung tat man sich gegen die Ostallgäuer vom Kobelhang schwer, die den Spielaufbau der Maustädter schon früh störten und sehr aggressiv dagegen hielten. So drehte der EV Füssen die Partie im letzten Drittel. Durch die Tore von Nadeau und Vogl kam der Altmeister zum Ausgleich, was die Indianer völlig aus der Bahn geworfen hatte. Der EVF nutzte den Auftrieb und ging durch Noack in der 50.Minute erstmals in Führung. Den Schlusspunkt setzten die Schwarz-Gelben mit dem Empty-Net-Goal zum 5:3 durch Routinier Christian Krötz in der Schlusssekunde. Trotz der Niederlage richtet sich der Blick für die Memminger bereits auf das kommende Wochenende. Am Freitag reisen die Indianer zum letztjährigen Viertelfinalgegner nach Regensburg. Am Sonntag folgt dann das nächste Heimspiel am Hühnerberg gegen Passau. Tickets für die Heimpartie sind bereits erhältlich.

Dritter Sieg in Folge: ESV Kaufbeuren schlägt Weißwasser mit 7:2

Eishockey - Mit der gleichen Aufstellung wie am Freitag gegen Bayreuth ging es für die Joker am Sonntag in die Partie gegen die Lausitzer Füchse. 1.586 Zuschauer fanden den Weg in die ergas schwaben arena und hofften, dass die Rotgelben den dritten Sieg in Folge einfahren würden. Es war auch der erste Heim-Auftritt des neuen ESVK Trainer Tray Tuomie, der wieder von Beginn an auf Routinier Stefan Vajs im Tor zurückgriff. Florian Thomas musste leider erneut verletzungsbedingt passen. Die Joker waren vom ersten Bully weg brandgefährlich und kamen durch Sami Blomqvist und Branden Gracel direkt gefährlich vor Tobias Ancicka im Tor der Füchse. Die Gäste standen unter Druck und mussten nach zwei Minuten bereits zum ersten Mal auf die Strafbank. Das nutzte der ESVK gnadenlos aus, als im Powerplay Sami Blomqvist freigespielt wurde und mit einem Gewaltschuss das Netz zappeln und die erdgas schwaben arena jubeln ließ. Damit stand es 1:0 in der dritten Spielminute. Im Anschluss bissen sich die Gäste besser in die Partie und kamen ihrerseits in der fünften Minute zu ihrem ersten Überzahlspiel. Endlich konnten die Rotgelben aber einmal zeigen, dass sie durchaus starkes Penaltykilling spielen können. Die Hausherren waren danach wieder am Drücker und mussten sich nur den Vorwurf machen lassen, dass sie sich noch nicht mit einem weiteren Treffer belohnten. In der zehnten Minute waren die Joker aber kollektiv zu weit aufgerückt, die Lausitzer Topscorer, Peter Quenneville und Hunter Garlent rochen den Braten, spielten einen schnellen Konter, den Garlent mit einem schönen Move vor Vajs zum überraschenden Ausgleich verwandeln konnte. In der 13. Minute dann die nächste Schrecksekunde für Kaufbeuren, weil Stefan Vajs nach einem Save zu Boden ging und nur noch gestützt aufstehen konnte und das Eis, offensichtlich verletzt, verlassen musste. Ein Lausitzer Stürme war zuvor unglücklich auf den bereits liegenden Vajs gefallen. Maximilian Meier wurde also ins kalte Wasser geworfen und musste kurz darauf gleich gegen Arttu Rämö und Luis Rentsch, mit starken Reflexen einen Gegentreffer verhindern. Die letzten beiden Minuten gehörten dann wieder den Jokern. Philipp Krauss verpasste noch nach einer dynamischen Einzelaktion die Führung, als Tyler Spurgeon dann Markus Lillich auf die Reise schickte, steckte Dieser Tobias Ancicka die Scheibe dann aber endgültig durch die Schoner, zur verdienten 2:1 Führung in der 19. Minute. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause. Die ersten acht Minuten des zweiten Drittels sind schnell erzählt, der ESV kommt gut aus der Kabine und danach neutralisieren sich beide Teams weitestgehend. Dann legte aber Sami Blomqvist auf Sören Sturm ab und dessen Hammer wird zwar von Ancicka pariert, er läutete damit aber die rotgelbe Druckphase ein. Die unermüdlichen Max Oswald und Philipp Krauss, hatten im Slot stehend jeweils beste Einschussgelegenheiten, Markus Lillich fiel die Scheibe völlig frei vor dem Tor stehend vor die Füße, nur das Tor wollte nicht fallen, was auch dem stark haltenden Tobias Ancicka zu verdanken war. In der 33. Minute zog dann aber Simon Schütz trocken aus dem Handgelenk ab und das Hartgummi rutschte erst Ancicka durch die Beine und dann in Zeitlupe über die Torlinie, daran konnte auch der Videobeweis nichts mehr ändern und es stand 3:1 für Kaufbeuren. Dann musste zur Verwunderung Vieler, der starke Ancicka das Feld für Ersatzmann Nils Velm im Weißwasser Tor räumen. Branden Gracel tanzte kurz darauf die halbe Füchse Mannschaft und am Ende leider auch sich selbst aus, trotzdem stark. Stark waren auch die letzten vier Minuten vor der zweiten Sirene, in denen die Joker Dauergäste vor dem Lausitzer Tor waren, auch weil Fuchs Jakub Kania für zwei Minuten auf die Stafbank musste. Leider wollte aber kein weiterer Treffer fallen und es ging mit der Zwei Tore Führung in die Katakomben. Erneut kamen zwar die Hausherren etwas besser aus der Pause, aber in 42. Minute musste Philipp Krauss wegen Beinstellen für zwei Minuten in die Kühlbox und die Füchse machten mächtig Druck, dem Maximilian Meier aber mit starken Reflexen standhielt. Es brach die 45. Minute an und diese war spielentscheidend. Fabian Koziol gewann erst mit viel Einsatz die Scheibe hinter dem eigenen Tor und spielte dann einen Zuckerpass über das gesamte Feld auf den lauernden Joey Lewis, der sich mutterseelenallein auf den Weg zu Nils Velm machte und humorlos zur 4:1 Führung einnetzte. Die Joker Fans wollte den Treffer gerade feiern, da schlug es erneut hinter dem armen Velm ein. Sören Sturm zog kurz nach dem Bully von der Blauen ab und Sami Blomqvist tippte unhaltbar zum 5:1 in den Kaufbeurer Jubel ein. Ein waschechter Doppelschlag. Direkt im Anschluss musste Max Oswald für zwei Minuten auf die Strafbank und wieder spielten die Lausitzer im Powerplay gut, aber Meier war besser. Danach lief es bei Rotgelb wieder wie am Schnürchen, John Lammers nagelte den Puck zuerst an den Torpfosten, traf aber nur eine Minute später bei Überzahl für Kaufbeuren zwischen die Pfosten und zum 6:1. In der 51. kamen die Gäste erneut ins Powerplay, schossen aus allen Lagen und trafen dann auch durch Stephane Döring. Maximilian Meier war zwar wieder dran, aber von der Torlatte sprang die Scheibe zum 6:2 hinein. Respekt an die Füchse, die nie aufgaben und in der 57. erneut jubelten, aber nur kurz, da dem Treffer ein hoher Stock von Clark Breitkreuz vorausging und dieser auch nach dem Videobeweis nicht anerkannt wurde. Die Gäste versuchten nochmals alles und nahmen direkt danach den Keeper vom Eis, bauten erneut mit einem Mann mehr ordentlich Druck auf Maximilian Meier auf. John Lammers bekam dann aber von Tyler Spurgeon die Scheibe auf dem Silbertablett serviert, nahm lange Maß und setzt sie zum Schlusspunkt ins leere Weißwasser Tor. Das Spiel endete hochverdient 7:2 für den ESVK, die Joker Fans und Tray Tuomie konnten sich somit endlich über die ersten drei Punkte im heimischen Stadion freuen.

EV Füssen verliert in Landsberg im Penaltyschießen

Regionalliga - Mit einer sehr jungen Mannschaft trat der EV Füssen im Duell der Lechstädte in Landsberg an, sah lang Zeit wie der Sieger aus, um am Ende eine bittere und auch unnötige 3:4-Niederlage (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) im Penaltyschießen zu kassieren. Damit bleiben die Schwarz-Gelben in der neuen Spielzeit vorerst sieglos.

Mit reduziertem Kader

Mit Florian Simon, Marc Besl, Lubos Velebny und Andrei Taratukhin fehlten dem EVF wichtige Stammspieler, dafür kamen wieder Förderlizenzspieler aus Kaufbeuren zum Einsatz. Die spielerischen Elemente kamen in dieser Partie auf beiden Seiten zu kurz, die Partie lebte vom Kampf und der Spannung.

Erstes Drittel

Torlos endete der erste Abschnitt, welcher in zwei Phasen unterteilt war. Wie schon in Rosenheim kam der Eissportverein nicht gut in die Partie und konnte sich bei Benedikt Hötzinger bedanken, nicht in Rückstand zu geraten. Nach einer Strafzeit gegen die Gastgeber wendete sich aber das Blatt und der EVF war fortan spielbestimmend.

Zweites Drittel

Nach einer gute Landsberger Chance konnte im Mitteldrittel Julian Straub einen Konter zum 0:1 abschließen. Als Leon Dalldush auch noch ein Überzahlspiel etwas glücklich zum 0:2 nutzen konnte, schien der EVF Oberwasser zu bekommen. Doch zwei sehr gute Chancen zum dritten Treffer wurden vergeben, der HCL nutzte dagegen ein Powerplay zum 1:2 durch Adriano Carciola.

Schlussdrittel

Füssen blieb im letzten Abschnitt am Drücker und erhöhte nach nur gut einer Minute durch Marc Sill auf 1:3. Kurz darauf fiel aber der erneute Anschlusstreffer durch Jussi Nättinen. Eine Schrecksekunde gab es, als Kapitän Eric Nadeau von einer Schlittschuhkufe am Kopf getroffen wurde. Er konnte zum Glück nach einer Eisreinigung aber wieder weiter machen. In der Folge war der EVF das überlegene Team, vergab aber ein halbes Dutzend sehr guter Chancen zur Vorentscheidung. Die Strafe folgte in der 58. Minute, als der HCL durch einen abgefälschten Schuss überraschend zum Ausgleich kam. Füssen danach nochmals in Überzahl, es fehlte hier an diesem Abend aber deutlich die ordnende Hand.

Niederlage nach Penaltyschiessen

Als dann in der Verlängerung die Scheibe von den Füssenern am leeren Tor an den Pfosten gesetzt wurde war abzusehen, dass dieses Spiel nicht gewonnen werden kann. Immerhin hat der neue EVF noch kein einziges Penaltyschießen gewonnen. Mika Reuter verwandelte als einziger Schütze und sicherte dem HCL den Zusatzpunkt.

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