Pazlantik

2013

Day 13 - Bat..man


Big Bend - Carlsbad auf einer größeren Karte anzeigen

Heute verlassen wir wieder den Big Bend. Wie bereits gestern erwähnt hätten wir vielleicht noch einen oder zwei Tage mehr hier anhängen können, aber wir müssen ja weiter. Es hilft ja nichts. Da aber gestern Abend von unserer Jüngsten das Erreichen des Rio Grande im Auto verschlafen wurde, haben wir heute auf der Ostseite des Parks dem Rio Grande nochmals einen Besuch abgestattet. Auf dieser Seite kann man theoretisch auch mit einer Fähre zu Fuß den Rio Grande überqueren. Zur Zeit ist die Fähre aber außer Betrieb, ob für immer oder nur für diese Saison kann ich nicht sagen. Auf der anderen Seite des Rio Grande kann man das mexikanische Ort Boquillas erkennen.

Direkt unter dem Outlook-Parkplatz ist der, wenn auch illegale Grenzübergang der Mexikaner zu sehen.

Am Parkplatz selber haben die Mexikaner Sachen zum Kaufen aufgestellt. Auf Schildern stehen die Preislisten für die unterschiedlichsten Dinge zusammen mit der Bitte ihnen für ihre Kinder doch etwas abzukaufen. Irgendwie wollen wir ihnen aber nichts abkaufen, zumal die Dinge die man hier kaufen kann nicht unbedingt als Mitbringsel geeignet sind.

Trotzdem nehmen wir ein paar Dollars in die Hand und verteilen sie auf die unterschiedlichen Stände. Wohlgemerkt Mexikaner stehen hier keine. Die Stände sind stand-alone. Von weitem hören wir dann plötzlich einen spanischen Sänger. Kommt aus dem Ort ein Reiter am Rio Grande entlang geritten und singt uns ein Ständchen.

Als er am anderen Ufer steht winkt er uns noch zu. Wir verlassen den Parkplatz wieder, obwohl wir uns sicher sind er wird jetzt gleich in sein Ruderboot sitzen und den Fluß überqueren. Irgendwie eine surreale Situation. Hier ist die Querung der Grenze überhaupt kein Problem. In Arizona haben die USA eine Mauer gebaut. Hier kann man ohne Grenze nach Mexico hinüber schwimmen oder auch andersrum. Zwischen dem Mexikaner und der USA stände jetzt nur noch eine Wüste, die natürlich sehr heiß ist und auch ziemlich groß. Ohne Hilfe nicht zu überwinden, aber es würde doch bestimmt Wege geben. Die Borderkontrolle kurz vor Alpine könnte man doch sicher auch noch umgehen. Auf der anderen Seite ist es ja nicht so, dass es keine illegalen Einwanderer in die USA geben würde. OK, sie werden schon wissen was sie tun.

Von hier an ging es direkt in Richtung Norden. Nochmals an den Chisos Mountains vorbei.

Von weitem konnten wir auch nochmals den Santa Elena Canyon erkennen.

Da wir heute Morgen ohne Frühstück aufgebrochen waren, haben wir in Alpine Pennys Diner einen Besuch abgestattet und um kurz vor 12 noch ein Frühstück zu uns genommen. Das heißt die Kids haben Hamburger gefrühstückt und statt Kaffee haben wir Cola getrunken. Es war wohl eher so eine Art Brunch. Leider waren die Portionen nicht so groß wie wir das gehofft oder gewohnt waren, vielleicht sind aber unsere Mägen schon auf USA-Niveau vergrößert. Auf jeden Fall waren wir nicht zufriedenstellend gesättigt. Damit mussten wir aber auf den nächsten Meilen bis nach Carlsbad leben.

Kurz vor Carlsbad überquerten wir dann zum zweiten Mal in diesem Urlaub eine Zeitzone und gewannen wieder eine Stunde hinzu.

Auch ein Vorteil die Route von Ost nach West zu fahren. Gegen halb 3 checkten wir im Hotel ein und machten erst einmal den Pool unsicher. Zum Abend wollen wir den Batflight bei den Carlsbad Caverns miterleben. Übrigens habt ihr euch einmal das Schild etwas genauer angesehen. Von texanischer Seite schaut es ziemlich durchlöchert aus. Die Texaner scheinen die New Mexicaner sehr zu mögen.

Ein letztes Bild aus Texas will ich euch nicht vorenthalten. Geht es typischer, stellt man sich nicht so den Westen vor.

Um kurz vor 5 erreichten wir die Carlsbad Caverns. Der Batflight sollte heute Abend gegen 7.30 Uhr statt finden. Wir hatten also noch etwas Zeit. Zeit unsere Mägen, die vom Brunch nicht befriedigt wurden, hier an Ort und Stelle aufzufüllen.

Vom Batflight selber gibt es keine Bilder. Erstens weil man eh nichts gesehen hätte, es war ja mittlerweile dunkel geworden und zweitens war es verboten und die Ranger haben mit ziemlich ernsten Gesichtern darauf geachtet, dass diese Regel auch eingehalten wurde.

Ein letztes Bild konnte ich mir doch nicht verkneifen. Als die Sonne untergangen war kamen die Bats aus der Höhle geflogen. Beeindruckendes Schauspiel auch wenn ich dies in den verschiedensten Reiseberichten schon anders gelesen hatte. Da war sowas gestanden wie, man hörte zuerst das Schlagen der Flügel und dann kamen die Bats aus ihrer Höhle geflogen und über den Zuschauern verdunkelte sich der Himmel. Der Himmel war ja eh schon dunkel und hören konnte man die Fledermäuse auch nicht. Aber auch wenn der Himmel noch hell gewesen wäre, soviele Tiere kamen nicht aus der Höhle, dass eine Verdunklungsgefahr bestanden hätte.

Beeindruckend blieb das Schauspiel aber dennoch. Auch die einführenden Worte der Rangerin waren sehr interessant. Um kurz nach halb 9 verließen wir das Theater und fuhren zurück nach Carlsbad. Der Tag war lang und anstrengend heute. Warum nur liegt der Big Bend soweit ab von allem was nur im entferntesten mit Zivilisation zu tun hat?

Zeit für den Gag des Tages. Wenn man zum Big Bend fährt oder auch wieder weg von ihm, stehen an der Straße die Bezeichnungen der verschiedensten Berge wie z.B. Christmas Mountains, Santiago Mountain, Elephant Mountain oder auch Cathedral Mountain. Die Aussage meiner Frau zu dieser Tatsache: "Wie sie hier doch immer wieder schöne Berge für ihre Namen finden".

Das soll dann auch der Schlußsatz heute sein. Gute Nacht.

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@lljogi 2018 - Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum