Tolles Land

dieses Schottland

01.09.2012 - Nessie we will find you

Fahrtag Broadford - Carlisle
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StepMap Fahrtag Broadford - Carlisle


Die Woche auf der Insel Skye ist vorbei. Wir packten heute Morgen wieder unsere 7 (oder auch mehr) Sachen zusammen und verließen diesen wunderschönen Ort. Wir hatten hier wirklich eine tolle Woche und v.a. hatten wir eine 1a Unterkunft. Das Haus hatte wirklich alles was man sich nur vorstellen konnte und was man im Urlaub eigentlich doch so überhaupt nicht braucht wie z.B. einen riesigen Flatscreen Fernseher, eine Wii-Konsole, einen Blu-Ray-Player und dazu auch noch die notwendigen Spiele und Filme. Das Haus hatte auch so Dinge wie Backofen, Spülmaschine und eine Mikrowelle die man vielleicht nicht unbedingt in einem solchen Haus brauchen würde, die aber trotzdem nicht verschmäht wurden. Obendrauf gab es auch noch eine Waschmaschine mit Trockner. Kurz und gut, es war alles vorhanden was man sich nur erträumen kann, im Falle der Waschmaschine gilt das natürlich nicht, das war ein notwendiges Übel, weil wir ansonsten viel mehr Gepäck hätten mitschleppen müssen, was wiederum die Kapazitäten unseres Elches leicht überfordert hätte. Mal ganz abgesehen von einer tollen Lage direkt am Wasser. Die hatte das Haus noch obendrein. Wir hatten uns vom erste Augenblick an in dieses Haus verliebt und die Liebe hatte sich über die Woche auch nicht abgekühlt.

Trotzdem alles hat ein Ende nur die Wurst hat.....bzw. auch diese Woche musste also irgendwann vorüber gehen. Wir packten also wie erwähnt unsere Sachen und fuhren wieder gegen Süden. Heutiges Tagesziel war Carlisle, bereits wieder auf englischem Boden. Die Navigation meinte wir hätten ungefähr eine Fahrzeit von fast 6 Stunden vor uns. Wir mussten natürlich bereits im voraus, dass dieser Tag zum Fahrtag verkommen würde. Was wäre aber eine Schottlandbesuch ohne den wohl berühmtesten Schotten von allen zu treffen. Nein, ich meine nicht Sean Connery. Den gibts ja wirklich. Natürlich meine ich Nessie oder etwas dramatischer - Das Ungeheuer von Loch Ness.

Jetzt kann man die ganze Geschichte rund um Nessie als Scharlatanerei abtun. Jeder normal denkende Mensch sollte dies natürlich auch tun oder man läßt sich auf die Sache ein und versucht heraus zu finden, warum es diesen Mythos gibt und wie um Himmels Willen Wissenschaftler aus aller Herren Länder hier ein Reptil aus vergangenen Zeiten finden wollen.

Wie könnte man dies besser als im Visitor Center des Loch Ness. Dieser Visitor Center ist übrigens bereits einige Male als bester und informativster Visitor Center der Insel prämiert worden und wißt ihr zu was? Zu Recht! Zunächst schämten wir uns so ein klein wenig im allgemeinen Touristenstrom mitzuschwimmen.

Aber dieses Gefühl ließ bald nach, denn wir bekamen, ob der frühen Stunde eine Privatvorstellung in deutscher Sprache. Man wird durch den Visitor Center von Raum zu Raum virtuell geführt. In jedem Raum bekommt man eine filmische Dokumentation in verschiedenen Etappen der Suche nach Nessie zu hören und zu sehen.

Man erfährt wie es zu dem Mythos Nessie gekommen ist, warum die Erscheinung von Nessie auf dem See nicht immer Lügen waren und was alles unternommen wurde um den See zu durchleuchten auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Tier. Nebenbei lernt man auch den See besser kennen z.B. lernt man, dass Loch Ness mehr Süßwasser speichert als in ganz England und Wales zusammengenommen vorkommt. Außerdem ist der See dermassen tief, dass man die genaue Tiefe bisher nicht bestimmten konnte. Es gibt also noch einige ungelöste Rätsel die Loch Ness aufgibt, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens eines Seeungeheuers eher als verschwindend gering anzusehen.

Warum es trotzdem viele Sichtungen gab und die Sichter nicht wissentlich gelogen haben, läßt sich ebenfalls leicht erklären. Schaut euch doch einmal das erste Bild oben vom See an. Wie leicht kann man das Kräuseln der Wellen und die Schattenbildungen die entstehen für ein Ungeheuer halten, wenn ich wirklich davon überzeugt bin, dass es eines gibt. Auch treibendes Holz auf dem See beflügelt sehr leicht die Fantasie von Menschen am Ufer.

Landschaftlich gibt Loch Ness jetzt nicht soviel her. Wer also wegen der Landschaft diesen See besucht, wird wohl eher etwas enttäuscht sein. Ach ja, was ich euch auch nicht vorenthalten wollte ist jenes....

Erstens wird man hier oben ständig daran erinnert ja links zu fahren. Ich frage mich nur, wie man ohne diese Hinweise überhaupt mit dem Auto bis hier oben hin gekommen ist und zum anderen wollte ich euch die Schilder zeigen, die hier meist zweisprachig sind.

Vorsicht Topfinformation!!!

Die schottisch-gälische Sprache, (Gàidhlig /ˈɡaːlʲiɡʲ/; veraltet auch „Ersisch“) gehört zu den keltischen Sprachen und wird heute in Teilen Schottlands, namentlich auf Inseln der inneren und äußeren Hebriden, im Westen des Schottischen Hochlands sowie in Glasgow gesprochen. Nicht alle Sprecher, vor allem in Glasgow, sind allerdings Muttersprachler oder Erstsprecher, praktisch alle beherrschen auch das Englische.

Die Aussprache klingt sehr hart und so ähnlich sprechen die Schotten auch Englisch, nämlich mit einer sehr harten Aussprache. Es ist definitiv interessant einem Schotten beim Sprechen zuzuhören. Wir aber verließen ja heute wieder Schottland....

Wir überquerten nochmals den ein oder anderen Pass und kamen gegen Abend in Carlisle an. 2 Stunden zuvor gab es in Glasgow einen Pizza Hut, der uns mit einem Salat Buffet und einer hervorragenden Pizza beglücken durfte. Wir nächtigten hier in Carlisle im Corner House.

Ein wunderbares, kleines Bed & Breakfast Haus mit kleinen Zimmern, kleinen Gängen, alten knarzenden Dielen. Genauso wie man sich so ein Etablissement eben in der Stadt vorstellt. Das Zimmer war bis auf wenige Stellen komplett mit Betten zugestellt. So Nebensächlichkeiten wie Schränke oder Nachttische sind eh nur Luxus.

Dafür machten wir am Abend noch einmal die Innenstadt von Carlisle unsicher. Zu Fuß wohnten wir nur ca. 5 Minuten weg und siehe da, Carlisle war durchaus sehenswert.

Hier befindet sich ein Kloster und auch die Stadt sonst machte einen nicht unsymphatischen Eindruck. Viele Pubs und Bars waren bereits überfüllt und gegen 8.00 Uhr am Abend waren schon die ersten angetrunkenen Jungs unterwegs. Nicht so, dass wir uns wegen unserer Sicherheit hätten Sorgen machen müssen. Aber für uns Hillbillies ist 8.00 Uhr am Abend eben noch keine Zeit, um durch die Gegend zu wackeln. Diesen Status erreicht man doch normal nicht vor 11 Uhr.

Nach der langen Autofahrt heute war es auf jeden Fall noch eine gute Sache die Füße vor dem Schlafen zu vertreten. Müde fielen wir dann auch alle ins Bett. Morgen werden wir dann den Lake District etwas näher erkunden und nach Liverpool fahren. Dazu aber dann morgen mehr.

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@lljogi 2018 - Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum